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MESSSTELLENBETRIEB

Die Stadtwerke Schwedt rüsten um auf digitale Messstechnik!

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Die Stadtwerke Schwedt GmbH ist gemäß des Gesetz über den Messstellenbetrieb und die Datenkommunikation in intelligenten Energienetzen (Messstellenbetriebsgesetz - MsbG) verpflichtet, Messstellen mit intelligenten Messsystemen (iMSys) und modernen Messeinrichtungen (mMe) auszustatten.

Dadurch ist der Messstellenbetrieb (MSB) nicht mehr Aufgabe des Netzbetreibers sondern des grundzuständigen Messstellenbetreibers. Jedoch behält der klassische Messstellenbetreiber vorläufig die Verantwortung für die Bestandszähler.

Die Stadtwerke Schwedt GmbH übernehmen gemäß § 3 MsbG den Messstellenbetrieb als grundzuständiger Messstellenbetreiber, sofern nicht ein Dritter den Messstellenbetrieb nach §§ 5 oder 6 MsbG durchführt.

Ab 2019 werden wir beginnen ihren Stromzähler gegen eine moderne Messeinrichtung austauschen.

Bei der Ausstattung von Messstellen mit intelligenten Messsystemen umfasst die Standardleistung des grundzuständigen Messstellenbetreibers die in § 35 MsbG vorgegebenen Leistungen.

Wer soll nach dem MsbG mit einer modernen Messeinrichtung oder mit einem intelligenten Messsystem ausgestattet werden?

Das neue Messstellenbetriebsgesetz unterscheidet zwischen modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen. Eine moderne Messeinrichtung ist eine Messeinrichtung, die den tatsächlichen Elektrizitätsverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit über einen Zeitraum von 24 Monaten widerspiegelt. Ein intelligentes Messsystem ist eine mit einer Kommunikationseinheit, einem sogenannten Smart-Meter-Gateway, ausgestattete, moderne Messeinrichtung. Während die moderne Messeinrichtung zunächst „nur“ Verbrauchsdaten anzeigt, kann das intelligente Messsystem zusätzlich fernausgelesen werden.

Die Stadtwerke Schwedt wird, soweit dies nach § 30 MsbG technisch möglich und nach § 31 MsbG wirtschaftlich vertretbar ist, Messstellen an ortsfesten Zählpunkten mit intelligenten Messsystemen wie folgt ausstatten:

  • Letztverbraucher mit einem Jahresstromverbrauch über 6.000 Kilowattstunden,
  • Letztverbraucher mit denen eine Vereinbarung nach § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes besteht,
  • Anlagenbetreiber mit einer installierten Leistung über 7 Kilowatt.

Stromkunden mit einem Verbrauch von weniger als 6.000 kWh Strom im Jahr erhalten eine moderne Messeinrichtung.

Wann beginnt der Einbau der mMe und iMSys (Rollout)

Alle Messstellen, die nach dem Messstellenbetriebsgesetz nicht mit einem intelligenten Messsystem auszustatten sind, erhalten mindestens eine moderne Messeinrichtung. Bei Neubauten und Gebäuden mit größeren Renovierungen erfolgt der Einbau der modernen Messeinrichtung bis zur Fertigstellung des Gebäudes. Bei allen anderen Messstellen erfolgt die Ausstattung mit modernen Messeinrichtungen bis zum Jahr 2032.

Die Ausstattung mit intelligenten Messsystemen beginnt, sobald mindestens drei voneinander unabhängige Hersteller intelligente Messsysteme nach den Vorgaben des Messstellenbetriebsgesetzes am Markt anbieten und das Bundesamt für Informationstechnik dies auf seiner Internetseite veröffentlicht.

Wir informieren alle Anschlussnutzer frühzeitig und schriftlich über die Installation moderner Messeinrichtungen und intelligenter Messsysteme.

Umfang der Ausstattung von Messstellen (Welche Zählpunkte sind von der Einbauverpflichtung betroffen?)

Im Netzgebiet betroffen sind nach derzeitigem Stand:

ca. 20.630 Stromzähler zum Umbau auf moderne Messeinrichtungen bzw. zum Umbau auf intelligente Messsysteme.

Die tatsächliche Anzahl der (Pflicht-) Umbaufälle ist abhängig von Teilnetzübergängen (Ab-/Zugänge), nachhaltiger Verbrauchsänderung bei den Letztverbrauchern sowie von Neubauten, größeren Renovierungen und Stilllegungen. Diese Angabe wird bei Bedarf aktualisiert.

Standardleistungen nach § 35 Absatz 1 MsbG

Zur Ausstattung der Messstellen nach den §§ 29 bis 32 MsbG gehört als Standardleistung die Durchführung des Messstellenbetriebs im nach § 3 MsbG erforderlichen Umfang. Bei der Ausstattung von Messstellen mit intelligenten Messsystemen umfasst die Durchführung insbesondere

  1. die in § 60 MsbG benannten Prozesse einschließlich der Plausibilisierung und Ersatzwertbildung im Smart-Meter-Gateway und die standardmäßig erforderliche Datenkommunikation sowie
  2. bei Letztverbrauchern mit einem Jahresstromverbrauch von höchstens 10 000 Kilowattstunden, soweit es der variable Stromtarif im Sinne von § 40 Absatz 5 des Energiewirtschaftsgesetzes erfordert, maximal die tägliche Bereitstellung von Zählerstandsgängen des Vortages gegenüber dem Energielieferanten und dem Netzbetreiber sowie
  3. die Übermittlung der nach § 61 MsbG erforderlichen Informationen an eine lokale Anzeigeeinheit oder über eine Anwendung in einem Online-Portal, welches einen geschützten individuellen Zugang ermöglicht sowie
  4. die Bereitstellung der Informationen über das Potenzial intelligenter Messsysteme im Hinblick auf die Handhabung der Ablesung und die Überwachung des Energieverbrauchs sowie eine Softwarelösung, die Anwendungsinformationen zum intelligenten Messsystem, zu Stromsparhinweisen und -anwendungen nach dem Stand von Wissenschaft und Technik enthält, Ausstattungsmerkmale und Beispielanwendungen beschreibt und Anleitungen zur Befolgung gibt sowie
  5. in den Fällen des § 31 Absatz 1 Nummer 5, Absatz 2 und 3 Satz 2 MsbG das Bereithalten einer Kommunikationslösung, mit der bis zu zweimal am Tag eine Änderung des Schaltprofils sowie einmal täglich die Übermittlung eines Netzzustandsdatums herbeigeführt werden kann,
  6. in den Fällen des § 40 MsbG und unter den dort genannten Voraussetzungen die Anbindung von Erzeugungsanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz und die Anbindung von Messeinrichtungen für Gas und
  7. die Erfüllung weiterer sich aus den Festlegungen der Bundesnetzagentur nach den §§ 47 und 75 ergebender Pflichten, insbesondere zu Geschäftsprozessen, Datenformaten, Abrechnungsprozessen, Verträgen oder zur Bilanzierung.

Zusatzleistungen im Sinne von § 35 Absatz 2 MsbG

Zusatzleistungen sind Leistungen, die über die Standardleistungen aus § 35 Absatz 1 MsbG hinausgehen. Die Stadtwerke Schwedt GmbH bietet zunächst folgende Zusatzleistungen an:

 1.  Bereitstellung von Strom- und Spannungswandlern (in Nieder- und Mittelspannung)
 2.  Schaltgeräte/Tarifschaltung bei modernen Messeinrichtungen
 3.  Sonderablesungen

MUSTERVERTRÄGE

Messstellenvertrag gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 1 MsbG

Dieser Messstellenvertrag wird zwischen dem Anschlussnutzer, dem Anschlussnehmer (Eigentümer der Immobilie) oder dem Anlagenbetreiber EEG/KWK und dem grundzuständigen Messstellenbetreiber abgeschlossen

Gemäß § 9 Abs. 3 MsbG kommt der Messstellenvertrag zwischen dem grundzuständigen Messstellenbetreiber und dem Anschlussnutzer dadurch zustande, dass der Anschlussnutzer nach der Installation einer modernen Messeinrichtung oder eines intelligenten Messsystems (weiterhin) Elektrizität aus dem Netz der allgemeinen Versorgung entnimmt und zwar zu den im Internet www.stadtwerke-schwedt.de veröffentlichten Bedingungen. Ein schriftlicher Vertragsabschluss durch Unterzeichnung eines Dokumentes durch beide Parteien ist daher nicht notwendig.

Messstellenbetreiberrahmenvertrag gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 3 MsbG

Der Vertrag regelt die Rechte und Pflichten zur Durchführung des Messstellenbetriebs einschließlich der mess- und eichrechtskonformen Messung an den Messstellen von Letztverbrauchern, Betreibern von Erzeugungsanlagen nach dem EEG oder KWKG und sonstigen Anschlussnutzern in dem Bereich Elektrizität durch:
a) einen nicht mit dem Netzbetreiber identischen grundzuständigen Messstellenbetreiber für intelligente Messsysteme und moderne Messeinrichtungen,
b) einen vom Anschlussnutzer nach § 5 MsbG beauftragten Messstellenbetreiber oder
c) einen vom Anschlussnehmer nach § 6 MsbG beauftragten Messstellenbetreiber sowie der auf dieser Basis erlassenen Rechtsverordnungen und behördlichen Festlegungen in jeweils aktueller Fassung.

PREISE FÜR DEN MESSSTELLENBETRIEB

Der Gesetzgeber hat eine Preisobergrenze von 20 Euro inklusive Mehrwertsteuer pro Jahr festgelegt. Dieser Preis beinhaltet Einbau, Betrieb, jährliche Ablesung, Wartung und den Ausbau der modernen Messeinrichtung. 

Die Entgelte für den Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen, intelligente Messsysteme und mögliche Zusatzleistungen gemäß § 35 Abs. 2 MsbG können Sie dem Preisblatt entnehmen.
Zusatzleistungen können separat bestellt und in Anspruch genommen werden. Eine Übersicht über mögliche Zusatzleistungen und deren Entgelte sind ebenfalls dem Preisblatt der Stadtwerke Schwedt GmbH zu entnehmen.

Preisblatt für den Messstellenbetrieb der Stadtwerke Schwedt GmbH

MODERNE MESSEINRICHTUNG (mMe)

Bei einer modernen Messeinrichtung handelt es sich um einen digitalen Stromzähler. Dieser misst Ihren Stromverbrauch und zeigt den aktuellen Zählerstand im Display an. Eine moderne Messeinrichtung speichert im Gerät den aktuellen Stromverbrauch und historische Daten der letzten 24 Monate. Dies sind tages-, wochen-, monats- und jahresbezogene Stromverbrauchswerte.

Über das mehrzeilige Display können Sie jederzeit den aktuelle Zählerstand und nach der Eingabe der persönlichen Identifikationsnummer (PIN) Ihre aktuell genutzte Leistung, Zählerstände der letzten 24 Monate sowie Verbräuche für vorgegebene Zeitintervalle auf dem Display ablesen. Für die Anzeige der persönlichen Daten ist die Eingabe einer PIN erforderlich, die Sie mittels einer handelsüblichen Taschenlampe über eine optische Taste am Zähler eingeben können.

Der Zählerstand ist wie bei Ihrem herkömmlichen Zähler jederzeit direkt am Zähler ablesbar.

Die PIN wird dem Zähler einmalig zugeordnet und kann von Ihnen nicht geändert werden. Die PIN können unsere Kunden per E-Mail unter netznutzung@stadtwerke-schwedt.de von unserem Messstellenbetreiber anfordern. Diese wird von uns dann aus Datenschutzgründen per Post zugestellt.

Zugriff auf die historischen Daten hat nur der Kunde. Die Daten einer modernen Messeinrichtung werden nicht aus der Ferne ausgelesen. Das bedeutet, der Ableser nimmt weiterhin nur den aktuellen Zählerstand auf und leitet diesen zur Stromabrechnung weiter. Vom Kunden werden keine persönlichen Daten durch die moderne Messeinrichtung gespeichert, nur der Stromverbrauch.

Auch bei mehrmaliger Falscheingabe wird die moderne Messeinrichtung nicht gesperrt. Die Eingabe kann beliebig oft wiederholt werden.

Die Funktionsweise einer modernen Messeinrichtung haben wir unter dem Menüpunkt WEITERE INFORMATIONEN Bedienungsanleitung moderne Messeinrichtung für Sie veröffentlicht.

WEITERE INFORMATIONEN


FAQ Moderne Messeinrichtungen

Informationsbroschüre

Smartes Messen

Gesetz über den Messstellenbetrieb und die Datenkommunikation in intelligenten Energienetzen

Bedienungsanleitung moderne Messeinrichtung:

Kurzanleitung

Drehstromzähler

Wechselstromzähler